Gardinenstangen – Diese Unterschiede gibt es

Hübsche Gardinen werten jeden Raum optisch auf. Doch nicht nur die Vorhänge selbst sollten sorgsam ausgewählt werden, auch bei den Gardinenstangen gibt es einiges zu beachten, was dem Zimmer schließlich den letzten Feinschliff gibt.

Welche Unterschiede gibt es?

Man kauft einen Vorhang und hängt ihn an einer einfachen Stange auf? Nein, so simpel ist es leider nicht. Auch bei Gardinenstangen gibt es Unterschiede. Doch keine Sorge, mit unseren Tipps wirst du schnell den Durchblick haben.

Die klassischen Gardinenstangen gibt es in verschiedensten Ausführungen. Die Materialien und Durchmesser variieren dabei. Von Holz, über Metall und Kunststoff – hier lässt sich für jeden Geschmack und Einrichtungsstil etwas finden. Ein Abschlussstück, welches auch verziert sein kann, verhindert das Herunterrutschen der Vorhänge. Meist werden Schlaufenvorhänge verwendet oder die Gardinen werden mit Ringen befestigt.

Bei den sogenannten Innenlaufstangen befinden sich an der Unterseite der Stangen offene Profile, durch die kleine Kunststoffgleiter laufen, an denen die Gardinen befestigt sind. Der Vorteil gegenüber der klassischen Gardinenstange liegt darin, dass die Innenlaufstange unten an den Wandhalterungen befestigt ist und die Gardinen im Stangenprofil somit komplett bis zum Stangenende gezogen werden können, ohne von der Wandhalterung gestoppt zu werden.

Die Rohr-Innenlaufstange ist eine Kombination aus Gardinenstange und Innenlaufstange. Eine Innenlaufstange liegt hinter der Gardinenstange, so können zwei verschiedene Vorhänge – einer mit Ringen und ein anderer mit Gleitern befestigt – hintereinander aufgehangen werden.

Wer keine auffällige Stange unter der Decke hängen haben will, kann zur unauffälligen Gardinenschiene greifen, die es ein- oder mehrläufig zu kaufen gibt. Bis zu sechs Läufe sind möglich. Auch hier werden an den Gardinen kleine Gleiter oder Haken mit Rollen befestigt, die dann in die Schienen eingeführt werden.

Scheibenstangen werden besonders gerne in Küchen verwendet. Der Vorteil daran ist, dass sich das Fenster komplett öffnen lässt, ohne den Vorhang zur Seite schieben zu müssen. Denn die Scheibenstange wird nicht oberhalb des Fensters an der Wand oder Decke befestigt, sondern meist mittels Klebehaken direkt am Fensterrahmen auf halber Höhe der Scheibe.

Eine ganz besondere Befestigungsmethode ist noch das Seilsystem, welches sich für sehr leichte Vorhänge eignet. Hierbei wird zwischen den Befestigungspunkten ein dünnes Drahtseil gespannt, an welchem die Gardinen an Ringen oder Haken hängen. Vorteil von dem Seilsystem ist, dass es sich an der Decke oder Wand auch über Eck montieren lässt.

Tipps für die Auswahl:

Bei der Auswahl der richtigen Befestigung sollte dann nicht nur der eigene Geschmack entscheiden. Auch den Zweck des Raumes solltest Du nicht außer Acht lassen. Die Sicherheit spielt ebenfalls eine Rolle, denn Wände und Decken müssen der Belastung standhalten und die Gardinenstangen sollten fachgerecht angebracht werden. Wähle bei besonders schweren Stoffen Stangen mit einem größeren Durchmesser, das gleiche gilt für besonders große Räume. Wenn Du Zweifel an der richtigen Länge der Stangen oder Schienen hast, orientiere dich an dem Richtwert von einem 30 Zentimeter breitem Überstand links und rechts neben dem Fenster.